Laufbus im Richardkiez

Was ist ein Laufbus?

Der Laufbus ist eine organisierte Laufgemeinschaft – ein Schulbus auf Füßen! Eine Gruppe von Grundschulkindern legt den Schulweg gemeinsam zurück und wird anfangs von Erwachsenen begleitet, bis die Kinder sicher genug sind, um als Gruppe alleine zu laufen. Die Eltern wechseln sich als Laufbusbegleitung ab. Das spart Zeit. Wie ein Schulbus hat der Laufbus Haltestellen bzw. Treffpunkte und einen Streckenplan, die gemeinsam von Eltern, Lehrern und Kindern festgelegt werden. Das ist wichtig, damit kein Kind lange warten muss und alle pünktlich und ohne Eile in die Schule kommen.

Welche Vorteile hat ein Laufbus?

  • Auf dem Weg zur Schule lernen Kinder ihren Kiez kennen und sich selbständig und sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Wenn Sie zu Fuß gehen lernen sie auch die Verkehrsregeln-
  • Kinder bewegen sich an der frischen Luft: Wenn Kinder zu Fuß gehen, sind sie wacher, aufmerksamer und können sich besser konzentrieren. Der Laufbus ist gut für Körper und Kopf.
  • Es wird für alle entspannter! Die Eltern haben mehr Zeit, weil das tägliche Bringen und Holen wegfällt. Das Kind hat feste zeiten, wann es an der Laufbus-Haltestelle abgeholt wird. Ist der Weg zur Schule zu weit zum Laufen, bringen Sie ihr Kind einfach zu einem Sammelpunkt, damit es die letzte Strecke zusammen mit seinen Freundinnen und Freunden zu Fuß gehen kann.
  • Kinder können sich auf dem Weg der Schule unterhalten und kennenlernen. Ihr Kind wird auch stolz sein, den Weg zur Schule allein zu schaffen.
  • Weniger Lärm und bessere Luft in Ihrem Kiez: „Zu Fuß gehen“ bedeutet null Abgase!

Laufbus zur RIchard-Grundschule

Der Laufweg ist für den Laufbus besonders wichtig, damit möglichst viele Kinder ihn nutzen können. Auf einem Kiezspaziergang wurden mit Polizisten, Eltern und ihren Kindern zwei mögliche Wege zu Richard-Grundschule abgelaufen, Haltestellen festgelegt und Zeiten aufgenommen.

Wir konnten feststellen, dass Kinder teilweise auch aus anderen Kiezen kommen (Körnerkiez oder weiter) und Kinder im ganzen Kiez verteilt wohnen. Der nächste Schritt ist nun zuerst, zwei Laufbusse dort zu etablieren wo interessierte Eltern wohnen, die auch eine Laufpatenschaft übernehmen. Die Anzahl der Wege und Haltestellen können im weiteren Verlauf erweitert werden.